Juridicum Wien
FÜM 3Die schriftliche Modulprüfung Verwaltungsrecht und ausgewählte Gebiete des Verfassungsrechts
Auf dem Papier heißt sie heute anders. Im Studienalltag ist sie nach wie vor die FÜM 3. Vier Stunden, ein Fall, und für viele die Prüfung, vor der man den dritten Abschnitt am längsten herschiebt. Hier steht, worauf es ankommt, woran es meistens hängt und wie du durchkommst.
- Dauer240 Minutenvier Stunden, ein Fall
- HilfsmittelGesetzestexteKodex erlaubt
- TermineSechs pro Studienjahrwechselnde Hauptprüfer
- VorbereitungRund drei MonateTheorie und Klausuren
Die Prüfung
Vier Stunden, ein Fall
Du bekommst einen Sachverhalt aus dem Verwaltungsrecht und löst ihn im Gutachtenstil. Das Verfassungsrecht ist dabei fester Bestandteil und nicht bloß Beiwerk, es steht schließlich im Namen der Prüfung. Die Gesetzestexte darfst du mitnehmen. Das klingt nach Sicherheitsnetz, ist aber keines.
Den Fall stellt die Hauptprüferin oder der Hauptprüfer des jeweiligen Termins, von dort kommt auch das Korrekturschema. Bewertet wird nach Punkten, daraus ergibt sich die Note.
Antreten darfst du, sobald die Übung aus Verwaltungsrecht und ausgewählte Gebiete des Verfassungsrechts positiv absolviert ist, so will es der Studienplan 2025. Davor liegt das Modul Verfassungsrecht mit der mündlichen Modulprüfung.
Aus unserer Korrektur
Woran es meistens hängt
Am Wissen allein liegt es selten. Wir korrigieren in unseren Klausurenkursen jedes Semester Klausuren, und es sind fast immer dieselben Stellen, an denen Punkte liegen bleiben.
Die Zeit. Vier Stunden klingen nach viel. Dann hat man sich an einer Nebenfrage festgebissen, und der Teil, auf dem die meisten Punkte liegen, wird am Ende in drei Sätzen abgehandelt.
Die Frage. Viele wissen nicht genau, wie viel an einer Stelle verlangt ist und was die Prüferin oder der Prüfer dort hören will, und schreiben dann an der Frage vorbei. Eine richtige Antwort auf etwas, das nicht gefragt war, bringt keinen einzigen Punkt.
Der Lösungsweg. Manche sehen das Ergebnis sofort und schreiben es hin, weil der Weg dorthin ihnen selbstverständlich vorkommt. Genau der Weg wird aber bepunktet. Das ist wie in Mathe in der Schule, wo es Punkte für den ganzen Rechenweg gibt und nicht nur für die Zahl am Ende. Hier bleibt am meisten liegen.
Das Gesetz. Mit dem Gesetzestext umgehen zu können ist eine eigene Fertigkeit. Wer ihn in der Klausur zum ersten Mal ernsthaft benutzt, sucht statt zu schreiben.
Der Sachverhalt. Darin stecken Details und Hinweise, die bewusst dort stehen. Wer sie überliest, löst am Ende einen anderen Fall als den gestellten.
Das sind alles Dinge, die man üben kann. Genau dorthin zielt unsere Vorbereitung.
Der Stoff
Was du wirklich können musst
Der Stoff ist groß, aber er ist nicht überall gleich wichtig. Das Rückgrat der meisten Klausuren ist das Verfahrensrecht. Im AVG sind das unter anderem Zuständigkeit, Befangenheit, Parteistellung, Ermittlungsverfahren, Bescheiderlassung und der Rechtsschutz. Dazu kommen Verwaltungsstrafrecht, Verwaltungsvollstreckung und Zustellrecht.
Dann der Weg nach oben, also das Verfahren vor den Verwaltungsgerichten nach dem VwGVG und von dort weiter zum Verwaltungsgerichtshof und zum Verfassungsgerichtshof.
Darunter liegen die Grundlagen, ohne die nichts hält. Kompetenzverteilung und Stufenbau gehören dazu, ebenso die Organisation der Verwaltung von Bund, Ländern und Gemeinden samt Ausgliederung und Beleihung. Und die Handlungsformen, also Verordnung, Bescheid und der Akt unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehls- und Zwangsgewalt, kurz AuvBZ. Die musst du sicher auseinanderhalten können.
Ein Teil wird dabei gern übersehen. In der Klausur ist immer auch ein Schriftsatz zu verfassen. Der wird nicht im Gutachtenstil geschrieben, sondern so, wie er tatsächlich eingebracht würde, und das ist eine eigene Übung.
Dazu kommt das besondere Verwaltungsrecht. In diesen Materien werden vertiefte Kenntnisse erwartet, nämlich Sicherheitspolizeirecht, Versammlungsrecht, Vereinsrecht, Gewerberecht, Baurecht, Raumordnungsrecht und Naturschutzrecht. Und die Grundrechte, die in den meisten Fällen irgendwo auftauchen.
Wer prüft
Prüferinnen und Prüfer
Die Prüfung nimmt das Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien ab. Je Termin ist eine Hauptprüferin oder ein Hauptprüfer eingeteilt, von dort kommen Fall und Korrekturschema.
Der nächste Termin ist am Donnerstag, 26. November 2026, um 9 Uhr, Hauptprüfer ist Michael Lysander Fremuth. Die Anmeldung läuft vom 20. Oktober bis 3. November 2026. Für diesen Termin startet bei Lawbuddy der Grundlagenmeister am 5. Oktober, der Klausurensimulator und der Klausurenprofi am 30. Oktober 2026, alle online via Teams.
Für das Studienjahr 2026/27 sieht die Einteilung so aus.
| Prüfungstag | Hauptprüferin oder Hauptprüfer |
|---|---|
| Do, 26. November 2026, 9 Uhr | Michael Lysander Fremuth |
| Di, 2. Februar 2027, 9 Uhr | Magdalena Pöschl |
| Fr, 5. März 2027, 8 Uhr | Iris Eisenberger |
| Do, 13. Mai 2027, 9 Uhr | Harald Eberhard |
| Mi, 30. Juni 2027, 8 Uhr | Dragana Damjanovic |
Jede und jeder hat eigene Schwerpunkte, eine eigene Stoffabgrenzung und einen eigenen Stil, deshalb bereiten wir prüferspezifisch vor. Maßgeblich ist immer die offizielle Einteilung des Studienservicecenters, dort stehen auch kurzfristige Änderungen. Stand der Angaben 29. September 2026.
Unsere Kurse
So bereiten wir dich vor
Bevor du irgendetwas schreibst, brauchst du einen festen Ablauf im Kopf. Wie der aussieht, steht bei den Klausurenkursen, dort üben wir ihn mit dir Schritt für Schritt.
Im Grundlagenmeister baust du den Stoff von unten auf, bis dieser Ablauf sitzt. Du arbeitest 33 Module auf unserer Lernplattform durch, löst dazu Fälle und besprichst sie in 16 Live-Einheiten mit uns. In den Live-Einheiten gehen wir gezielt auf die Prüferinnen und Prüfer ein, die deinen Termin abnehmen, mit ihren Schwerpunkten und ihrer Art zu fragen.
Zu jedem Block bekommst du Schemata und Handouts, in denen du im Kurs und später in der Klausur gezielt nachschlägst. Und es bleibt keine Frage offen. Wenn in einer Einheit etwas nicht sitzt, fragst du nach, und wir bleiben dran, bis es sitzt.
Den Umgang mit dem Gesetzestext übst du von Anfang an mit. Arbeite in den Fällen mit genau dem Kodex, den du am Prüfungstag mitnimmst, dann fällt das Suchen in der Klausur weg.
In den Klausurenkursen schreibst du die vier Stunden selbst. Am Anfang stehen zwei Einheiten Falllösungstechnik, in denen es genau um Zeiteinteilung, genaues Lesen und den Aufbau geht. Danach schreibst du unter echten Bedingungen. Der Klausurensimulator umfasst drei Fälle, der Klausurenprofi fünf.
Zu jeder Arbeit bekommst du eine Musterlösung und ein ausführliches Feedback. Genau das fehlt, wenn man sich selbst korrigiert. Allein siehst du nämlich nicht, wofür es tatsächlich Punkte gegeben hätte, ob dein Satz auch ohne die entscheidenden Schlüsselwörter zählt, welcher Teil wie viel Gewicht hat, wie deine Argumentation wirkt und was du beim nächsten Mal anders machst.
Schönwetter-Feedback bekommst du bei uns nicht. Wir schreiben dir ehrlich, was noch nicht reicht. Unsere Vorbereitung ist anstrengender als die Prüfung selbst, und das ist Absicht. Wer die vier Stunden mehrfach hinter sich gebracht hat, für den ist der Prüfungstag am Ende nur noch ein weiterer Termin.
Wenn dir die Grundrechte noch Sorgen machen, nimmst du den Intensivkurs Grundrechte dazu. Alle Live-Einheiten laufen online über Teams, meist um 19 Uhr, und werden aufgezeichnet.
Der nächste Grundlagenmeister startet am 5. Oktober 2026, die nächsten Klausurenkurse beginnen am 30. Oktober 2026. Welche Termine gerade offen sind, steht immer aktuell bei den Kursterminen.
Deine Sicherheit
Wenn es beim ersten Mal nicht reicht
Dann trittst du wieder an, und wir sind wieder dabei. Den Grundlagenmeister, den Intensivkurs Grundrechte und den Verfassungsexperten besuchst du für den nächsten Antritt kostenlos ein zweites Mal. Klausuren, die du in einem Klausurenkurs nicht verbraucht hast, nimmst du durch Pausieren in einen späteren Termin mit. Was im Einzelnen gilt, steht in unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Kurz gefragt
Häufige Fragen zur FÜM 3
Ist die FÜM 3 dasselbe wie die Modulprüfung Verwaltungsrecht und ausgewählte Gebiete des Verfassungsrechts?
Ja. FÜM 3 ist der alte Name, den im Gespräch fast alle weiter verwenden. Im Studienplan und bei der Anmeldung steht die neue Bezeichnung.
Wie lange dauert die FÜM 3?
240 Minuten, also vier Stunden. Rechne damit, dass ein guter Teil davon auf Sachverhalt und Aufbau geht, bevor du den ersten Satz der Lösung schreibst.
Welche Hilfsmittel sind erlaubt?
Gesetzestexte. Arbeite von Anfang an mit genau dem Kodex, den du am Prüfungstag mitnimmst, dann findest du dich darin ohne Suchen zurecht.
Muss ich die Übung vorher machen?
Nach dem Studienplan 2025 ja, sie ist Voraussetzung für die Zulassung. Wenn du nach einer älteren Fassung studierst, frag im Studienservicecenter nach, was für dich gilt.
Bereitet ihr auf die konkrete Prüferin oder den konkreten Prüfer vor?
Ja, und du musst uns dafür nichts sagen. Wer welchen Termin stellt, wissen wir selbst, und wir richten Schwerpunkte und Übungsfälle von Termin zu Termin danach aus.
Muss ich dafür in Wien sein?
Nein. Die Live-Einheiten laufen online über Teams und werden aufgezeichnet. Graz, Linz, Innsbruck und Salzburg gehen genauso, und ehrlich gesagt auch der Balkon in Barcelona, solange es bei dir um 19 Uhr ebenfalls 19 Uhr ist.
Empfehlt ihr zusätzlich das Angebot der Uni?
Ja, ausdrücklich. Unsere Kurse ergänzen das Uni-Angebot, sie ersetzen es nicht.
Dein Kurs für die FÜM 3 wartet.
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